Familiencamp 2017

Vom 25.08. bis 27.08.2017 fand unser Familienamp im CVJM-Camp am Storkower See statt.

Das Familiencamp wird schon seit 2008 von unserem Verein durchgeführt. Das diesjährige war also schon die 10. Veranstaltung dieser Art. Ursprünglich für sozial Engagierte, Sozialleistungsempfänger und deren Kinder gedacht, haben wir in den letzten beiden Jahren das Angebot auf Flüchtlinge und deren Kinder erweitert. Wir wollen dem weit verbreiteten Vorurteil, „Die Flüchtlinge bekommen alles und wir nichts“ entgegentreten weil es einfach nicht stimmt.
Deshalb, Flüchtlinge und Einheimische zusammenzubringen war und ist das erklärte Ziel. Denn nur im persönlichen Gegenüber mit dem scheinbar „Fremden“ können wir erkennen das wir alle die gleichen Menschen sind. Unsere Kinder machen es uns spielend vor.
Wir erlebten gemeinsam die Morgenstimmung beim Frühstück auf der Terasse mitten im Wald, eine abenteuerliche, ortskundig geführte, Kanufahrt über den wunderschönen Storkower See, schöne (Grill-)Abende am Lagerfeuer und erfuhren in Gesprächen viel über andere Kulturen.
Wir laden „alle“ Menschen zu unserem nächsten Familiencamp 2018 ein, dessen Termin wir noch bekanntgeben werden.

Das Familiencamp 2018 wurde gefördert durch den „Lokalen Aktionsplan Teltow-Fläming„.

IMG_3035

Krieg – Stell dir vor, er wäre hier

Der Verein für soziale Selbstverteidigung präsentiert ein Gastspiel des Theater der Altmark.
Klassenzimmerstück nach dem Roman von Janne Teller.
Inszenierung: Ronald Mernitz.

Das Stück dauert 45 Minuten.
Anschließend Diskussion.

Wann: Am 14.07.2016 von 19 Uhr bis 20:30 Uhr
Wo: Große Straße 58 in 14913 Jüterbog
Eintritt: Zahle was dir wert war.
Krieg - Stell dir vor, er wäre hier-FotoStell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, mitten unter uns. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist dieser Geschichte, der aus Deutschland stammt. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versuchen er und seine Familie, ein neues Leben zu beginnen. Doch die Versorgungslage ist schlecht, das Lagerleben zermürbend und er wird von Flüchtlingskindern aus anderen Ländern gemobbt. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenhass. Jeden Tag sehnt er sich danach, nach Hause zurückzukehren. Doch wo ist das – dieses Zuhause?