Krieg – Stell dir vor, er wäre hier

Der Verein für soziale Selbstverteidigung präsentiert ein Gastspiel des Theater der Altmark.
Klassenzimmerstück nach dem Roman von Janne Teller.
Inszenierung: Ronald Mernitz.

Das Stück dauert 45 Minuten.
Anschließend Diskussion.

Wann: Am 14.07.2016 von 19 Uhr bis 20:30 Uhr
Wo: Große Straße 58 in 14913 Jüterbog
Eintritt: Zahle was dir wert war.
Krieg - Stell dir vor, er wäre hier-FotoStell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, im Irak oder in Afghanistan, sondern hier, in Europa, mitten unter uns. Die demokratischen Staaten sind zusammengebrochen und faschistische Diktaturen entstanden. Seit Jahren bekämpfen sich Franzosen, Deutsche, Italiener und Griechen. Die Städte sind zerstört, die Wirtschaft liegt brach und nirgends ist es sicher. Es regieren Angst, Kälte und Hunger. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist dieser Geschichte, der aus Deutschland stammt. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versuchen er und seine Familie, ein neues Leben zu beginnen. Doch die Versorgungslage ist schlecht, das Lagerleben zermürbend und er wird von Flüchtlingskindern aus anderen Ländern gemobbt. Weil seine Familie keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Mensch dritter Klasse, erfährt Ausgrenzung und Fremdenhass. Jeden Tag sehnt er sich danach, nach Hause zurückzukehren. Doch wo ist das – dieses Zuhause?

In der Verschiedenheit das WIR gefunden

Im August fand bei schönstem Sommerwetter zum 8. Mal das Familiencamp des „Verein für soziale Selbstverteidigung“ (VSSV) aus Jüterbog statt. In diesem Jahr waren erstmals Flüchtlinge aus Syrien, Kenia und Somalia dabei.  DSC_0008

Für das Programm mit viel Freizeit, Spiel und Spaß bot die direkt am Storkower See gelegene Herberge mit Spielplatz, Tischtennis, Kegelbahn, Volleyball- und Fußballplatz, Ruderbooten, Radtouren und Wanderungen in die Umgebung sowie baden im See, ideale Voraussetzungen. Vor allem die geführte Kanutour, auf der viel Interessantes über die Storkower Dahmeseen-Region zu erfahren war, hat allen sehr gefallen.

Zum Programm gehörte natürlich auch, in ungezwungener und entspannter Atmosphäre zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu denken und die Netzwerke für gemeinsames soziales Handeln enger zu knüpfen. Nach kurzer Vorstellungsrunde haben die Teilnehmer nach der „Open Space-Methode“ (Offener Raum), die Themen für die Workshops und Diskussionsrunden selbst festgelegt.

DSCI2932So fanden alle – ob Jung oder alt, ob Single oder in Familie, ob Nichtorganisierte oder aus verschiedensten Vereinen sowie Nationalitäten – unter dem diesjährigen Motto „In der Verschiedenheit das WIR finden“ schnell zueinander.

Um auch Menschen die nicht viel Geld ausgeben können ein solches Familiencamp zu ermöglichen, war der Teilnehmerbeitrag wie in den vergangenen JahrenDSCI3008 sozial gestaltet und für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei. Ohne die Unterstützung der Spender und Sponsoren, die unseren Verein bei der Realisierung unterstützt haben, wäre dies nicht möglich gewesen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei der „Aktion Mensch“ und der Fraktion „Die LINKE“.